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  • Café Restaurant Trotzdem, Foto: © Marc Thiele

    Café Restaurant Trotzdem, Foto: © Marc Thiele

  • Café Restaurant Trotzdem von Innen, Foto: © Marc Thiele

    Café Restaurant Trotzdem von Innen, Foto: © Marc Thiele

  • Inhaber Sedat Gezegen führt das „Trotzdem“ erfolgreich seit nun 33 Jahren, Foto: © Marc Thiele

    Inhaber Sedat Gezegen führt das „Trotzdem“ erfolgreich seit nun 33 Jahren, Foto: © Marc Thiele

  • Café Restaurant Trotzdem von Innen, Foto: © Marc Thiele

    Café Restaurant Trotzdem von Innen, Foto: © Marc Thiele

Febraur 2020

Trotzdem wiedereröffnet

Redaktion: Corinna Greven

Das lange Warten hat ein Ende. Nach 11-monatiger Umbauphase hat Anfang Januar das Café Restaurant Trotzdem auf der Rheydter Straße wieder seine Tür geöffnet. Ursprünglich war die Unterbrechung des Betriebs für 4-6 Monate angedacht, alle Anträge waren genehmigt. Durch die Vergrößerung des Gastraums traten jedoch andere Brandschutzbestimmungen in Kraft, die unter anderem zu der Verzögerung führten.

Sedat Gezegen, seit 33 Jahren Inhaber des Trotzdem, nutzte die Zeit nicht nur zum Umsetzen der Bestimmungen, sondern auch für einen kompletten Umbau des selbsttitulierten „Wohlfühlrestaurants“: so gibt es nun zum Beispiel im Erdgeschoss ein Behinderten-WC und die Küche wurde enorm vergrößert – auch, um eine Ausweitung der Speisekarte möglich zu machen. Gezegen plant darüber hinaus, einen Treppenlift zur großen Dachterrasse einbauen zu lassen, damit auch Gäste mit eingeschränkter Mobilität in den Genuss dieses Kleinods kommen können.

Das Interieur kommt unverändert gastfreundlich und heimelig daher, liebevolle Details und Accessoires treffen auf Plakate mit unverhohlen weltoffener Botschaft. Im vorderen Bereich bieten Stehtische mit Barhockern genügend Platz für eine lockere Runde. Geht man an der großzügig bemessenen Theke vorbei, gelangt man in den großen Gastraum, der mit 26 Tischen zwar reichlich, aber nicht erdrückend bestückt ist.

Während unseres Besuchs im Trotzdem, der an einem Mittwochnachmittag Mitte Januar stattfand, waren wir, gelinde gesagt, überrascht, dass, ungeachtet der doch recht frühen Uhrzeit (ca. 17 Uhr) fast alle Tische in Windeseile besetzt waren. Da aus ursprünglich 2 Bereichen ein großer Gastraum geworden war, hatten wir einen wesentlich höheren Geräuschpegel befürchtet, wurden aber eines Besseren belehrt. Die Atmosphäre ist – wie sie es auch in der Vergangenheit war – gemütlich und einladend. Unser Gespräch wurde nicht nur einmal von strahlenden Gästen unterbrochen, die es sich nicht nehmen lassen wollten, Sedat Gezegen zur Wiedereröffnung zu gratulieren und ihre Freude darüber zum Ausdruck zu bringen.

Etwas wehmütig hingegen lässt Gezegen die Zeiten seit Eröffnung seines Lokals vor 33 Jahren Revue passieren. Ursprünglich als Café eröffnet, musste er sich über die Jahre stets neuen Herausforderungen, wie beispielsweise dem Nichtraucherschutzgesetz, stellen. Immer wieder passte er das Konzept den neuen Gegebenheiten an – mit ein Grund für das lange Bestehen in Zeiten, in denen immer mehr Gastronomiebetriebe aufgeben mussten. Stolz berichtet er von Gästen, die zu Anfangszeiten des Cafés als Studenten zu ihm kamen und ihm heute noch mit ihren Partnern, Kindern und mittlerweile sogar Enkelkindern die Treue halten.

Kulinarisch ist das Angebot nach wie vor orientalisch-international geprägt. Beliebt sind insbesondere die Spezialitäten vom Lamm. Gezegen freut sich, dass er durch den Ausbau der Küche nunmehr auch in der Lage ist, seinen Gästen neue Speisen zu servieren. Wo vorher nicht genügend Platz war, kann er sich nun bald am neuen Grill austoben. Derzeit schwirren ihm viele spannende Ideen im Kopf herum, allerdings muss sich das Team erst wieder finden und einspielen. Hier bittet Gezegen seine Gäste um Verständnis, sollte es in der Anfangszeit zu Verzögerungen kommen. Gut die Hälfte seiner vorherigen Mannschaft ist ihm erhalten geblieben, bzw. zurückgekehrt – ein Umstand, der auch für das Betriebsklima spricht und sich somit unmittelbar auf den Gast überträgt.

Reservierungen werden gerne angenommen, allerdings steht nur ein begrenztes Kontingent an reservierbaren Plätzen zur Verfügung, da man hier großen Wert auf Laufkundschaft legt. Reservieren Sie also möglichst früh, um in den Genuss dieser Mönchengladbacher Institution zu kommen!